Postulat «Geothermie 2.0 - St.Gallen GT-1 darf nicht verschlossen werden – Chance für Energiewende ist zu bewahren!»

3. Mai 2016

Jürg Brunner

René Neuweiler

Postulat «Geothermie 2.0 - St.Gallen GT-1 darf nicht verschlossen werden – Chance für Energiewende ist zu bewahren!».pdf

 

 

Der Postulatsbericht des Stadtrats «Erdgaschance nicht verpassen» stellt uns nicht zufrieden. Insbesondere wurde unsere erste Frage nur halbherzig oder gar nicht beantwortet, weshalb wir mit diesem neuen Vorstoss unsere Fragen konkretisieren. Die Berichterstattung in den Medien und auch der Bericht selber wirft neue Fragen auf, welche der Stadtrat beantworten muss. Der Stadtrat schreibt im Postulatsbericht, dass er bis Mitte 2016 Rückmeldung über das mögliche Interesse an den verfügbaren geologischen und bohrtechnischen Daten sowie an der bestehenden Tiefbohrung „St.Gallen GT-1“ habe. Falls sich kein Interesse ergebe, werde der Stadtrat den definitiven Verschluss des Bohrlochs einleiten (S. 11). Angesichts der Tatsache, dass fast 80% der Stimmbürger der Stadt am 28. November 2010 ja zum Bohrloch gesagt haben, müsste eigentlich über dessen definitive Verschliessung ebenfalls der Souverän sicher aber das Parlament bestimmen. Da je nach Schätzung zu erwarten ist, dass das nutzbare Erdgas mind. CHF 6.5 Millionen, wenn nicht gar über 10-20Millionen Wert hat, übersteigt der Entschluss über die definitive Verschliessung des Bohrlochs u.E. die Finanzkompetenz des Stadtrats. Im Hinblick darauf, dass sich die Schweiz 2017 an einem grösseren internationalen Geothermieforschungsprojekt beteiligen will, ist zumindest ein möglicher Nutzen der St.Galler Geothermiebohrung für die Schweiz im Rahmen eines konkreten Forschungsvorhabens zu prüfen. Ein voreiliges Verschliessen des Bohrlochs ist auch aus wissenschaftlicher Sicht nicht angebracht und in einer Analyse berücksichtigen.

Tags: Geothermie,, Bohrloch,, St.Gallen GT-1,, Umweltpolitik,, Energiepolitik,