Sandra Steinemann: «energienetz GSG AG»

Parlamentssitzung vom 20. März 2018

Geschätzter Präsident, Geschätzte Anwesende

Ich spreche im Namen der SVP-Fraktion.

Wir sind der Überzeugung, dass die Beteiligung an der Investitions- und Betreibergesellschaft energienetz GSG AG ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist. Alle drei beteiligten Gemeinden, St. Gallen, Gossau und Gaiserwald sind „Energiestadt“. Das zusammenhängende Gebiet St. Gallen Winkeln, Gossau Ost und Abtwil ist bis jetzt aber noch nicht nach dem Energiekonzept 2050 erschlossen.

Ziel muss es sein auch in diesem Gebiet den CO2 Ausstoss zu reduzieren, die ortsgebundenen Ressourcen zu nutzen, die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, Energieversorgern und Unternehmen zu fördern und Synergien zu nutzen aber auch die Energieeffizienz in den Betrieben zu erhöhen.

Die Energie ist vor Ort also nutzen wir diese.

Mit dem geplanten Anergienetz kann überschüssige Abwärme von Industrie mittels eines wassergeführten Leitungsnetzes (Temp. 8 bis 22 °C) an Wärmebezüger verteilt werden. Das erforderliche Temperaturniveau für das Heizen der Gebäude wird dezentral mittels Wärmepumpen erzeugt.

Ein sehr grosser Vorteil ist, dass mit dem gleichen System Heizen und Kühlen möglich ist. Der Kältebedarf für Klimakälte kann direkt über das Anergienetz abgedeckt werden. Andrerseits kann aber auch Abwärme in Kältemaschinen aus der Prozesskälte über das Anergienetz abgeführt werden.

Die vorgesehene Netzinfrastruktur ist modular auf- und ausbaubar. Dies ist für uns ein wichtiger Punkt. Wir investieren step bei step und können jederzeit weiter ausbauen oder auch, wenn nötig, eine Pause einlegen.

Es ist ein Einmalbeitrag von CHF 500`000.00 erforderlich. Dieser stellt eine einmalige Zahlung dar und ist notwendig, um die Vorinvestitionen decken zu können. Der sgsw-

Anteil ist dabei höher als derjenige der übrigen Partner, da der Hauptanteil der Kunden der Ausbauetappen 1+2 auf Gebiet der Stadt St. Gallen liegt.

Ein für uns wichtiger Punkt, was passiert, wenn ein Wärmelieferant aussteigt?

Die Lieferanten gehen eine langfristige Verpflichtung ein. Zudem

haben sie Interesse an der Wärmeabgabe, da die Abwärme sonst technisch

vernichtet bzw. an die Umgebung abgegeben werden müsste. Dazu ist wiederum

elektrische Energie erforderlich. Sollte tatsächlich ein Lieferant aussteigen, so gibt es verschiedene andere potentielle Lieferanten im Gebiet, welche relativ einfach eingebunden werden könnten.

Wärmebezüger gehen langfristige Verträge (25 Jahre) ein und werden kein Interesse daran haben auszusteigen, da dies mit hohen Kosten verbunden sein wird.

Wie bereits einleitend gesagt, sind wir überzeugt, dass dies ein richtiger Schritt in die Zukunft ist und stimmen dem Antrag grossmehrheitlich zu.

Es gilt das gesprochene Wort